Wiedervereinigung - Ferienwohnungen Helmholtzstrasse in Leipzig

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Wiedervereinigung oder was uns trennt…
Seit 28 Jahren sind die zwei Deutschlands dabei, wieder eins zu werden. Nach so langer Zeit sollte es eigentlich keine Rolle spielen, dass jeder fünfte Bundesbürger im Osten lebt. Denkste. Tatsächlich lebt es sich hüben und drüben sehr verschieden, ist längst nicht alles zusammengewachsen, was zusammengehört.
Hüben und Drüben
2.499.616 Frauen und Männer haben zwischen 1991, dem Jahr der Wiedervereinigung, und 2007 aus Ost- nach Westdeutschland "rübergemacht". Weil umgekehrt 1.448.784 Menschen im gleichen Zeitraum "nach drüben", also vom Westen in den Osten, gingen, steht unterm Strich ein Verlust auf der Ostseite des ehemaligen Eisernen Vorhangs. Ein überdurchschnittlich hoher Anteil davon allerdings ist unter 25 Jahre alt und weiblich – bei den über 65-jährigen Männern hat der Osten sogar 3000 Köpfe zugelegt.
Quelle: Statistisches Bundesamt

Besuchsantrag
Ein Drittel aller Wessis waren noch nie (!) in Ostdeutschland, zehn Prozent der Ossis haben sich noch nicht im Westen der Republik umgetan.
Quelle: Institut für Konflikt- und Gewaltforschung

Gute Seiten, schlechte Seiten
49 Prozent der Ostdeutschen finden: "Die DDR hatte mehr gute als schlechte Seiten. Es gab ein paar Probleme, aber man konnte dort gut leben." Komischerweise wollen trotzdem weit über 50 Prozent der Ostdeutschen lieber auf der Westseite der Mauer leben, falls die wieder aufgebaut würde (51 Prozent der 35-50-Jährigen, 59 Prozent der 14- bis 24-Jährigen). "Ganz überwiegend gute Seiten" attestieren der DDR 8 Prozent der Ostdeutschen, "mehr schlechte als gute Seiten" 32 Prozent, "ganz überwiegend schlechte Seiten" 8 Prozent.
Quellen: Emnid für Bundesverkehrsministerium; TNS für Spiegel

Plus / Minus
50.000 Euro Sparguthaben besitzt im Schnitt jeder, der zum reichsten Viertel im Westen gehört. Im Osten hat der Bestverdiener durchschnittlich 28.000 Euro auf der hohen Kante. Die Zahl der Überschuldeten unterscheidet sich kaum. Im Westen sind es 9,1 Prozent, im Osten 9,08 Prozent (ohne Berlin).
Quelle: Langzeitstudie "Deutsche Zustände"/Creditreform

Der deutsche Michel
25 Prozent der Ostdeutschen fühlen sich bereits als "richtiger Bundesbürger" – 1997 waren es nur 16 Prozent. "Am liebsten die DDR wiederhaben" wollen nach wie vor 10 Prozent. Die überwiegende Mehrheit, nämlich 60 Prozent, wollen weder die DDR zurück, noch fühlen sie sich in der Bundesrepublik schon richtig wohl.
Quelle: SFZ für Volkssolidarität Bundesverband

Der ewig Gestrige
29 Prozent der Ostdeutschen stimmten in einer Umfrage zum Rechtsextremismus dem Satz zu: Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert." Und 17,4 Prozent finden: "Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert." Typisch rechte Ossis? Naja: In Westdeutschland teilten 25,2 und 14,6 Prozent der Befragten diese Meinung.
Quelle: Decker/Brähler für Friedrich-Ebert-Stiftung

Rechte Gewalt
403 Gewalttaten verübten rechtsextrem motivierte Täter in den neuen Bundesländern 2008 - im Westen (mit Berlin) waren es im selben Zeitraum 639 Gewalttaten. Während bei den absoluten Zahlen Nordrhein-Westfalen die Liste anführt, liegen bei Gewalttaten pro 100000 Einwohner die fünf neuen Länder auf den ersten sechs Plätzen, nur Hamburg drängt sich auf Platz fünf. In West wie Ost, kritisieren Opferorganisatinen, liege die tatsächliche Zahl weit höher - Polizei und Verfassungsschutz zählten zu zurückhaltend.
Quelle: Verfassungsschutzbericht für 2008

Arbeitslos
Eine Million Menschen waren im Oktober ‘09 in Ostdeutschland als arbeitslos registriert, im Westen waren es 2.229.000 Arbeitslose. Umgerechnet auf die Zahl der "zivilen Erwerbspersonen" ist der Ossi aber deutlich arbeitsloser als der Wessi: Die Arbeitslosenquote beträgt im Osten 11,8, im Westen 6,6 Prozent.
Quelle: BA

Gerechtigkeit
64 Prozent der Ostdeutschen meinen, die Gesellschaft sei durch die Einheit ungerechter geworden. Das glauben im Westen nur 43 Prozent Gleichzeitig sehen sich aber 56 Prozent der Ossis als Wende-Gewinner, was nur 42 Prozent der der Wessis von sich sagen.
Quelle: Deutschlandtrend von ARD und FR

Uneheliche Kinder
57 Prozent aller in Ostdeutschland geborenen Kinder haben nicht verheiratete Eltern. Im Westen kommen nur jedes vierte Kind (25%) unehelich zur Welt. Regional sind die Unterschiede immens. In Teilen Bayerns und Baden-Württembergs werden mitunter nur 15 Prozent der Kinder von einer nicht verheirateten Mutter geboren, in Vorpommern sind es bis zu 70 Prozent.
Quelle: Leibniz-Institut

Ampelmädchen
Zwei Verkehrszeichen aus Ostdeutschland haben an den gesamtdeutschen Straßenrändern überlebt: Das Ampelmännchen und der grüne Rechtsabbiegerpfeil. Daneben gibt es eine neue Ost-Kreation: Das Ampelmädchen.
zeigen
Quelle: FR

Rotkäppchen
Nur eine Marke hat als reines Ost-Produkt überlebt: Die Zeitung Neues Deutschland. Marken mit neuen Eigentümern/Beteiligungen: Rotkäppchen Sekt, Radeberger Pils, Nudossi Brotaufstrich, Florena Kosmetik u.a.
Quelle: FR

Sättigungsbeilagen
17 Prozent der ostdeutschen Frauen sind fettleibig. Ob’s nun am überbackenen Würzfleisch liegt, an den Sättigungsbeilagen oder der Thüringer Rostbratwurst – es zeigt sich ein deutlicher Unterschied zum Westen, wo nur 11,9 Prozent der Frauen einen Body-Mass-Index von mehr als 30 haben. Er errechnet sich nach der Formel Körpergewicht dividiert durch Körpergröße im Quadrat und bedeutet in der Praxis: Eine 1,70 Meter große Frau, die 87 Kilogramm wiegt, gehört zu der Risikogruppe, bei der Mediziner dringenden Handlunsgbedarf sehen. Bei den Männern ist die Differenz übrigens auch vorhanden, aber geringer: 16,2 Prozent (Ost) gegen 14 Prozent (West).
Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutscher Meister
Null Deutsche Meister im Fußball kamen seit der Wiedervereinigung der Bundesliga in der Spielsaison 1991/1992 aus einem östlichen Land. Schadenfreude ist außerhalb Bayerns, Nordrhein-Westfalens, Baden-Württembergs, Bremens, Niedersachsens und von Rheinland Pfalz nicht angebracht. Außerdem ist nur die männlich-chauvinistische Sichtweise so westlastig: Bei den Frauen holte Turbine Potsdam drei Meisterinnentitel.

Go Trabi go
37.124 Trabis waren am 1. Januar 2009 angemeldet. Davon 6928 in den alten und 30.183 in den neuen Bundesländern. 13 waren ohne Ort.
Quelle: KBA

Ostdeutsch
Nur eine DDR-Berufsbezeichnung hat überlebt: Der Physiotherapeut. Auch Wörter wie Broiler, Datsche, Kaufhalle und Sättigungsbeilage leben weiter. "Feste Gesundheit" wünscht der Ostler. Überzeugungsarbeit und das Abnicken gibts jetzt auch im Westen.
Quelle: Prof. Schlosser